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Steuern und Sozialversicherung

Grundsätzlich unterliegt die BVV-Rente gesetzlichen Abzügen. Nähere Informationen zur Versteuerung der BVV-Rente sowie zu den Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung haben wir Ihnen auf dieser Seite zusammengestellt.

Steuern

Allgemeines

Wie die Leistung versteuert wird, ist abhängig davon, wie die Beiträge versteuert und in welchen Durchführungsweg sie eingezahlt wurden.

Beiträge und Leistungen

In der nachfolgenden Tabelle haben wir Ihnen die Besteuerung getrennt nach den Durchführungswegen aufgeschlüsselt. Ihren Rentenabrechnungen können Sie die dazugehörigen Tarifbezeichnungen entnehmen.

Beiträge Leistungen
Unterstützungskasse
(Leistungsplan A, N, ARLEP)
steuerfreie Beiträge nachgelagerte Besteuerung
Pensionskasse
(Tarife B, DA, DN, N, ARLEP, AZV)
steuerfreie Beiträge nachgelagerte Besteuerung
geförderte Beiträge nachgelagerte Besteuerung
pauschalbesteuerte Beiträge Besteuerung des Ertragsanteils
individuell versteuerte Beiträge Besteuerung des Ertragsanteils
Pensionsfonds
(Pensionspläne N, N-l, PNARLEP)
steuerfreie Beiträge nachgelagerte Besteuerung

Besteuerung der Rente

Nachgelagerte Besteuerung:

Rentenanteile, die sich aus steuerfreien Beiträgen oder aus zulagegeförderten Beiträgen ergeben, sind mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern.

Besteuerung des Ertragsanteils:

Ihre BVV-Rente, die sich aus pauschal oder individuell versteuerten Beiträgen ergibt, ist mit dem Ertragsanteil zu versteuern.

Ein Rentner erhält seit dem 1. Januar 2015 eine mit dem Ertragsanteil zu versteuernde Altersrente von monatlich 1.000 Euro. Bei Rentenbeginn war er 63 Jahre alt. Der Ertragsanteil beträgt daher 20 Prozent. Er muss nur auf den Ertragsanteil von 200 Euro (entspricht 20 Prozent von 1.000 Euro) Steuern im Rahmen der Einkommensteuererklärung zahlen.

Besteuerung der Durchführungswege

Die Unterschiede in der Besteuerung der Rente abhängig vom Durchführungsweg erläutern wir Ihnen nachfolgend:



Renten aus der BVV Pensionskasse sind entweder mit dem Ertragsanteil oder nachgelagert mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern.

Diese Steuer wird von der BVV Pensionskasse nicht einbehalten. Die Besteuerung erfolgt über Ihre jährliche Einkommensteuererklärung.

Sie erhalten eine Rente vom BVV Pensionsfonds, sofern Ihre Betriebsrente oder die bereits erworbenen Ansprüche (Past Service) von Ihrem ehemaligen Arbeitgeber auf den BVV Pensionsfonds übertragen wurden.

Die Rente vom BVV Pensionsfonds unterliegt der nachgelagerten Besteuerung. Sie ist von Ihnen als Sonstige Einkünfte (nach § 22 EStG) über Ihre jährliche Einkommensteuererklärung individuell zu versteuern.

Die Rente der BVV Unterstützungskasse unterliegt als Versorgungsbezug – wie Arbeitseinkommen – der Lohnsteuerpflicht.

Die gegebenenfalls anfallende Lohnsteuer führen wir direkt an das Finanzamt ab. Der BVV ruft die dafür benötigten Daten elektronisch bei der Finanzverwaltung ab. Diese Daten werden in der ELStAM-Datenbank beim Bundeszentralamt für Steuern verwaltet. ELStAM steht für Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale.

Änderungen der Lohnsteuerabzugsmerkmale kann grundsätzlich nur Ihr zuständiges Finanzamt vornehmen.

Sofern Sie mehrere lohnsteuerpflichtige Bezüge erhalten, wird zwischen einem "Hauptarbeitgeber" (Steuerklasse I, II, III, IV oder V) und den "Nebenarbeitgebern" (Steuerklasse VI) unterschieden. Nur eine zahlende Stelle kann "Hauptarbeitgeber" sein.

Beispiel:

Ein Rentner erhält neben der gesetzlichen Rente (Deutsche Rentenversicherung Bund) eine lohnsteuerpflichtige Betriebsrente von seinem ehemaligen Arbeitgeber sowie eine Rente von der BVV Unterstützungskasse. Soll die Betriebsrente mit der Steuerklasse IV abgerechnet werden, ist für die BVV-Rente die Steuerklasse VI zu berücksichtigen.

Bei der Auszahlung der gesetzlichen Rente wird keine Steuer abgeführt. Die Versteuerung erfolgt über die Einkommensteuererklärung.

Weitere Informationen

Tipps und Hinweise für Ihre Steuererklärung haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Informationen zur Steuererklärung

Häufige Fragen

Die zum 1. Juli 2007 eingeführte Steuer-Identifikationsnummer ist eine bundeseinheitliche steuerliche Identifikationsnummer der in Deutschland gemeldeten Bürger.

Sie gilt lebenslang und ersetzt für natürliche Personen die Steuernummer und eTIN. Die aus 11 Ziffern bestehende Steuer-Identifikationsnummer wurde jedem Bürger schriftlich vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) mitgeteilt.

Zukünftig erhalten auch im Ausland lebende Personen (so genannte beschränkt Steuerpflichtige) eine Steuer-Identifikationsnummer.

Ja, der BVV ist gesetzlich verpflichtet, die an Sie gezahlten Leistungen anzugeben.

Die Rentenzahlungen, die Sie von der BVV Pensionskasse und dem BVV Pensionsfonds erhalten, melden wir über das Rentenbezugsmitteilungsverfahren.

Die Rentenzahlungen, die Sie von der BVV Unterstützungskasse bekommen, werden von uns über das ElsterLohn-Verfahren gemeldet.

Ob Sie persönlich eine Steuererklärung abgeben müssen, können wir pauschal nicht beantworten.

Grundsätzlich entbindet Sie die Rentenbezugsmitteilung nicht von der Pflicht, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Bitte wenden Sie sich an Ihr Finanzamt.

Wenn Sie eine Rente von der BVV Unterstützungskasse beziehen, kann beim Steuerabzug ein Versorgungsfreibetrag berücksichtigt werden. Bei einer Altersrente haben Sie ab dem 63. Lebensjahr Anspruch auf den Versorgungsfreibetrag.

Liegt eine Schwerbehinderung von mindestens 50 Prozent vor, kann der Versorgungsfreibetrag bereits ab dem 60. Lebensjahr berücksichtigt werden, wenn uns eine Kopie des gültigen Schwerbehindertenausweises vorliegt. Bei Berufsunfähigkeits-, Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrenten bleibt die Altersgrenze unbeachtet.

Das Zuflussprinzip besagt, dass Einnahmen steuerlich dem Kalenderjahr zuzuordnen sind, in dem sie gezahlt wurden.

Wurde beispielsweise im Januar 2016 die Rente für die Zeit vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 nachgezahlt, dann ist diese Rentennachzahlung steuerlich dem Jahr 2016 zuzuordnen.

Wir sind verpflichtet, sämtliche Rentenzahlungen an das deutsche Finanzamt zu melden. Dies gilt auch dann, wenn Ihr fester Wohnsitz im Ausland ist und Sie in Deutschland nicht mehr zur Steuererklärung verpflichtet sind.

Erhalten Sie eine Rente von der BVV Unterstützungskasse, unterliegt diese als Versorgungsbezug der Steuerpflicht. Damit ist der BVV verpflichtet, gegebenenfalls anfallende Steuern einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen.

Besteht zwischen Ihrem Wohnsitzland und Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen, können Sie bei dem für die BVV Unterstützungskasse zuständigen Betriebsstätten-Finanzamt in Berlin eine Freistellung beantragen. Gern senden wir Ihnen die entsprechenden Antragsformulare zu.

Die Nichtveranlagungs-Bescheinigung gilt nur für Kapitalerträge und hat keine Auswirkung auf die Versorgungsleistungen des BVV (§ 44a Abs. 2 Nr. 2 und § 44b Abs. 1 EStG).

Ansprechpartner

BVV KundenService

RentenService
Telefon 030 / 896 01-681
E-Mail

Kranken- und Pflegeversicherung

Allgemeines

Von der BVV-Rente müssen generell Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung gezahlt werden. Wer diese Beiträge abführt, hängt davon ab, wie Sie krankenversichert sind.



Wir sind dazu verpflichtet, die für Sie zuständige gesetzliche Krankenkasse zu ermitteln. Diese prüft und entscheidet, ob Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung aus Ihrer monatlichen Rente zu zahlen sind.

Sofern eine Beitragspflicht vorliegt, behalten wir die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ein und überweisen diese an die entsprechende Krankenkasse.

Bei Änderungen der Beitragspflicht benötigen wir einen elektronischen Beitragsbescheid der Krankenkasse.

Wir führen keine Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung aus Ihrer BVV-Rente ab, wenn Sie privat krankenversichert oder freiwilliges Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse sind.

In diesem Fall zahlen Sie die Beiträge direkt an Ihre private Krankenversicherung oder Ihre Krankenkasse.

Höhe der Beiträge

Für Versorgungsbezüge gilt der volle allgemeine Beitragssatz zur Krankenversicherung der Rentner (KVdR). Dieser beträgt zurzeit 14,6 Prozent (Stand: 2016). Außerdem kann die Krankenkasse für gesetzlich Pflichtversicherte einen kassenindividuellen Zusatzbeitragssatz erheben. Veränderungen des Zusatzbeitragssatzes werden nach gesetzlicher Vorgabe mit einer zeitlichen Verzögerung von zwei Monaten vom BVV berücksichtigt.

Der Beitrag zur Pflegeversicherung beträgt zurzeit 2,35 Prozent. Kinderlose Rentner des BVV, die nach dem 1. Januar 1940 geboren sind oder zum Zeitpunkt der Rentenzahlung bereits das 23. Lebensjahr vollendet haben, zahlen einen erhöhten Beitrag zur Pflegeversicherung in Höhe von zurzeit 2,6 Prozent (Stand: 2016).

Häufige Fragen

KVdR steht für Krankenversicherung der Rentner. Diese beginnt grundsätzlich mit dem Tag, an dem Sie Ihre Rente beim gesetzlichen Rentenversicherungsträger beantragen. Es handelt sich um eine Pflichtversicherung.

Mitglied in der KVdR wird, wer eine gesetzliche Rente beantragt und die Vorversicherungszeit erfüllt hat. Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Krankenkasse.

Erhalten Sie neben der BVV-Rente noch weitere beitragspflichtige Versorgungsleistungen, unterliegen diese in ihrer Summe bis zur Beitragsmessungsgrenze (monatlich 4.237,50 Euro im Jahr 2016) der KVdR-Pflicht.

Die Prüfung, ob Sie mit Ihren Versorgungsleistungen in der Summe die maßgebliche Beitragsbemessungsgrenze überschreiten, obliegt ausschließlich der für Sie zuständigen Krankenkasse.

Nein. Der BVV kann nur die in den Versicherungsbedingungen vorgesehenen Leistungen erbringen, die auf den eingezahlten Beiträgen beruhen.

Ansprechpartner

BVV KundenService

RentenService
Telefon 030 / 896 01-681
E-Mail