Glossar

A

Die Entgeltumwandlung bietet dem Arbeitnehmer die Möglichkeit, die staatlichen Fördermöglichkeiten zu nutzen und mit geringem finanziellen Aufwand eine zusätzliche Absicherung aufzubauen. Bei der Entgeltumwandlung hat der Arbeitgeber verschiedene Möglichkeiten, seine Arbeitnehmer zu unterstützen:
Beim Active-Choice erfolgt eine kollektive Information zur Entgeltumwandlung und Aktivierung durch den Arbeitgeber.
Das Mitgliedsunternehmen und der BVV informieren zu einem gewünschten Zeitpunkt - zum Beispiel bei der Einstellung oder einmal jährlich - über die Möglichkeiten der Entgeltumwandlung. Der Arbeitnehmer wird dabei aufgefordert, sich aktiv für oder gegen eine Entgeltlumwandlung zu entscheiden. Entsprechende Musterformulare und Informationsmaterial stellt der BVV zur Verfügung.

Der Altersentlastungsbetrag ist ein Steuerfreibetrag. Er wird einem Steuerpflichtigen gewährt, wenn er das 64. Lebensjahr vollendet hat. 2015 beträgt er 24 Prozent (2016 22,4 Prozent) der Rente, jedoch höchstens 1.140 Euro (2016 höchstens 1.064 Euro). Der Altersentlastungsbetrag wird nur gewährt, wenn kein Versorgungsfreibetrag geltend gemacht wird.

Der BVV zahlt eine lebenslange Altersrente bei Erreichen des 65. Lebensjahres, soweit kein Erwerbseinkommen bezogen wird. Es besteht auch die Möglichkeit, eine vorgezogene Altersrente in Anspruch zu nehmen oder den Rentenbeginn hinauszuschieben.

Altersteilzeit ermöglicht die Reduzierung der Arbeitszeit oder vorzeitige Beendigung der Arbeit als Vorbereitung des Übergangs in den Ruhestand. Es handelt sich um eine Teilzeitbeschäftigung, die jedoch gesetzlich gefördert wird.
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Hauptarten der Altersteilzeit: die kontinuierliche Altersteilzeit, bei der die Arbeitszeit über den gesamten Zeitraum reduziert wird, sowie das Blockmodell, bei dem sich die Altersteilzeit in eine Arbeits- und eine Freistellungsphase unterteilt.
Grundlage für die Altersteilzeit ist eine entsprechende Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Bei der BVV Altersvorsorge (Tarif ARLEP/oG) steht die eigene Absicherung im Vordergrund – Sie erhalten eine lebenslange, monatliche Altersrente. Im Falle Ihres Todes vor oder nach Rentenbeginn erlischt der Vertrag.

Die BVV Altersvorsorge mit Hinterbliebenenleistung (Tarif ARLEP/mGH) versichert eine lebenslange monatliche Altersrente und bietet darüber hinaus eine Hinterbliebenenleistung:

Vor Rentenbeginn
Sollten Sie vor Erreichen des Rentenalters sterben, werden die bis dahin geleisteten Beitragszahlungen ohne Zinsen für eine sofort beginnende Hinterbliebenenrente verwendet.

Nach Rentenbeginn
Sollten Sie innerhalb von 15 Jahren nach Rentenbeginn sterben, werden wir Ihre Altersrente in voller Höhe bis zum Ende der ersten 15 Rentenjahre an die bezugsberechtigte Person zahlen. Die Hinterbliebenenleistung wird gezahlt an:
  • den Ehegatten oder
  • den Lebenspartner im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes oder
  • den Lebensgefährten, mit dem gemäß einer schriftlichen Bestätigung gegenüber dem Arbeitgeber sowie dem BVV eine gemeinsame Haushaltsführung besteht oder
  • kindergeldberechtigte Kinder.

Eine Altzusage ist eine Versorgungszusage, die vor dem 1. Januar 2005 erteilt wurde.

Der Anpassungszuschlag stellt einen Teil der Überschussbeteiligung dar. Der Anpassungszuschlag wird Ihrem Vertrag laufend gutgeschrieben. Er erhöht bestehende Ansprüche (Anwartschaften) bzw. laufende Renten. Die Summe der zugeteilten Anpassungszuschläge ergibt eine garantierte Überschussrente.

Der Begriff Anwartschaft steht synonym für Ihre erworbenen Versorgungsansprüche beim BVV. Die Anwartschaft umfasst die Summe der bereits erworbenen Rentenbausteine sowie die bereits erworbene Überschussrente aus den gewährten Anpassungszuschlägen.

Die Anwartschaftsphase ist die Phase vor dem Rentenbeginn, in der durch Beitragszahlungen Rentenansprüche erworben werden.

Im Versorgungsausgleich sind die in der Ehezeit erworbenen Anteile von Versorgungsanwartschaften bzw. -leistungen (Ehezeitanteile) jeweils zur Hälfte zwischen den Ehegatten zu teilen. Der Ausgleichsbetrag bestimmt sich aus der Hälfte des Wertes des jeweiligen Ehezeitanteils.

Durch die außerordentliche Mitgliedschaft können Unternehmen den Entgeltumwandlungsanspruch ihrer Arbeitnehmer über den BVV umsetzen. Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, sich am Beitrag zu beteiligen. Die Finanzierung nimmt der Mitarbeiter über eine Entgeltumwandlung vor. Die Höhe des Beitrags kann frei bestimmt und flexibel angepasst werden.

B

BVV - Beamtenversicherungsverein des deutschen Bank- und Bankiergewerbes a.G.

Am 23. Juni 1995 wurde durch Beschluss der Mitgliederversammlung die Firmierung "Beamtenversicherungsverein" aufgegeben, da der BVV keine Beamten, sondern die Angestellten im Bankgewerbe versichert.

Seitdem firmiert die Pensionskasse des BVV als:

BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G.

Die Unterstützungskasse des BVV firmiert als:

BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V.

Der Pensionsfonds des BVV fimiert als:

BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG

Der BVV gründete zum Ende des Jahres 2007 den BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG, um seinen Mitgliedsunternehmen die steueroptimierte Auslagerung von Direktzusagesystemen zu ermöglichen. In Kombination mit der BVV Unterstützungskasse bietet der BVV unterschiedliche Auslagerungsmodelle an.
Der Pensionsfonds ist der jüngste Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung (eingeführt zum 1. Januar 2002). Er unterscheidet sich von der Pensionskasse grundsätzlich durch geringere Anlagerestriktionen sowie die Möglichkeit, bestehende Anwartschaften aus Direktzusagen oder Unterstützungskassen steuerfrei zu übernehmen.

Die Kapitalanlage des BVV Pensionsfonds erfolgt (analog zur BVV Pensionskasse) in erster Linie sicherheitsorientiert. Die Pensionspläne werden über die BVV Pensionskasse kongruent rückgedeckt und sind somit sicher und ausfinanziert.

Der BVV Versicherungsverein ist eine überbetriebliche Pensionskasse in der Rechtsform eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit.

Die BVV Versorgungskasse ist eine überbetriebliche, kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse, die in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins betrieben wird. Die Rückdeckung erfolgt durch den BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G.

Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sind vom Gehalt nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze zu entrichten. Diese liegt 2016 bei einem Monatseinkommen von 6.200 Euro (West) und 5.400 Euro (Ost).

Die Höhe des Beitrages ist abhängig von dem zwischen dem Unternehmen und dem BVV geschlossenen Rahmenvertrag sowie von der mit dem Mitarbeiter getroffenen Vereinbarung.

Der Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung beträgt ab 2015 18,7 Prozent. Er ist bis zur Beitragsbemessungsgrenze je zur Hälfte durch den Arbeitnehmer und den Arbeitgeber zu tragen.

Wir zahlen Ihnen eine Berufsunfähigkeitsrente, wenn Ihre Berufsfähigkeit um mehr als 50 Prozent gemindert ist. Berufsunfähig ist nach den Versicherungsbedingungen, "wer durch körperliche Gebrechen oder wegen Schwäche seiner körperlichen oder geistigen Kräfte unfähig ist, eine seiner Vorbildung und seiner bisherigen Tätigkeit entsprechende Beschäftigung auszuüben.“
Fragen zur Berufsunfähigkeitsrente beantworten Ihnen unsere Spezialisten unter 030 / 896 01-551 gern.

Alle Anbieter von förderfähigen Altersvorsorgeverträgen (Riester-Rente) sind gesetzlich verpflichtet, jährlich eine Bescheinigung an alle Versicherten auszustellen.

Die Bescheinigung ist ein verkürzter Kontoauszug. Er informiert Sie über die auf Ihren Vertrag im abgelaufenen Kalenderjahr erfolgten Beitragszahlungen und geflossenen Zulagen. Dabei dürfen nur die Zulagen ausgewiesen werden, die von der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen im abgelaufenen Beitragsjahr auch tatsächlich überwiesen wurden.

Unter betrieblicher Altersversorgung versteht man Leistungen der Alters-, Invaliditäts- und/oder Hinterbliebenenversorgung, die Arbeitnehmern im Rahmen ihres Arbeitsverhältnisses zugesagt werden. Diese vom Arbeitgeber auf freiwilliger Basis erbrachten Leistungen ersetzen nicht die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung, sondern ergänzen diese. Es gibt fünf verschiedene Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung.

Betriebsrente ist ein umgangssprachlicher Begriff für die betriebliche Altersversorgung. Teilweise wird der Begriff synonym für die Direktzusage verwendet.

Das Betriebsrentengesetz regelt die betriebliche Altersversorgung in Deutschland.

D

Ursprünglich stammt der Begriff "deferred compensation" aus den USA. Er bezeichnet dort i. d. R. einen steuerbegünstigten Sparplan im Rahmen der betrieblichen Vorsorge.

Im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland ist der Begriff in den Vereinigten Staaten nicht zwingend mit dem Versorgungs- bzw. Versicherungscharakter in Zusammenhang zu bringen. Hierzulande spricht man von deferred compensation als eine arbeitnehmerfinanzierte Form der betrieblichen Altersversorgung, bei der Teile der Vergütung (des Bruttoeinkommens) einmalig, wiederkehrend oder laufend in eine Anwartschaft auf Versorgungsleistungen umgewandelt werden.

Diese Form ist für den Arbeitnehmer besonders effektiv, da höher zu versteuernde Einkommensteile nicht der progressiven Besteuerung während der Aktivitätszeit unterworfen werden und die Leistungen erst im Ruhestand dann i. d. R. mit einer deutlich geringeren Steuerbelastung zufließen (nachgelagerte Besteuerung).

Neben dem Grundgehalt sind auch Entgeltkomponenten wie z. B. variable Bezüge umwandelbar.

Der BVV bietet im Rahmen der beiden Durchführungswege Pensionskasse und Unterstützungskasse die Möglichkeit, lohnsteuerfreie Zahlungen per Entgeltumwandlung vorzunehmen.

Die Direktversicherung ist einer der fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung.
Bei einer Direktversicherung erfüllt ein Arbeitgeber (als Versicherungsnehmer) sein betriebliches Versorgungsversprechen, indem er eine Versicherung bei einem Versicherungsunternehmen auf das Leben des Arbeitnehmers (versicherte Person) abschließt. Der Arbeitnehmer oder seine Hinterbliebenen sind bezogen auf die Leistungen der Versicherung ganz oder teilweise bezugsberechtigt.

Die Direktzusage ist einer der fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung. Grundlage ist die Zusage des Arbeitgebers, eine bestimmte Versorgungsleistung zu erbringen. Die Finanzierung der Zusage erfolgt durch die Bildung von Pensionsrückstellungen. Die Verwaltung der Versorgungszusage erfolgt grundsätzlich im Unternehmen. Im Versorgungsfall werden die Leistungen als nachträglicher Arbeitslohn ausgezahlt. In der Anwartschaftsphase fallen somit keine Steuern und Beiträge zur Sozialversicherung an. Die Versorgungsleistung unterliegt der Einkommenssteuer (nachgelagerte Besteuerung). Direktzusagen werden von der gesetzlich vorgeschriebenen Insolvenzsicherung erfasst.

Eine Doppelbesteuerung kann auftreten, wenn ein Rentner im Ausland lebt und dort seine deutsche Versorgungsleistung bezieht. In diesem Fall würde grundsätzlich die Rentenleistung in Deutschland und zusätzlich im Ausland versteuert werden. Um die Doppelbesteuerung zu vermeiden, kann bei dem für den BVV zuständigen Finanzamt in Berlin eine Freistellung vom Steuerabzug beantragt werden. Voraussetzung ist, dass mit dem Land, in dem er lebt, ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht.

Im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gibt es fünf Durchführungswege.

Die Durchführungswege sind:

  • Direktzusage
  • Unterstützungskasse
  • Pensionskasse
  • Direktversicherung
  • Pensionsfonds (seit dem 1. Januar 2002)

E

ELStAM steht für Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale.

Erhalten Sie eine Rente von der BVV Versorgungskasse (Unterstützungskasse), ist der BVV verpflichtet, anfallende Steuern einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen.

Der BVV ruft unter Angabe Ihrer Identifikationsnummer und Ihres Geburtsdatums die für den Lohnsteuerabzug benötigten Daten elektronisch bei der Finanzverwaltung ab. Diese Daten werden in der ELStAM-Datenbank beim Bundeszentralamt für Steuern verwaltet.

Änderungen der Lohnsteuerabzugsmerkmale können grundsätzlich nur durch Ihr zuständiges Finanzamt vorgenommen werden.

Die Eck- oder Standardrente bezeichnet eine rechnerische Vergleichsgröße in der gesetzlichen Rentenversicherung und stellt die monatliche Altersrente des sogenannten Eckrentners dar. Die Berechnung erfolgt unter der Annahme, dass die zu Grunde liegende Person nach 45 Beitragsjahren in der gesetzlichen Rentenversicherung mit dem jeweiligen Durchschnittseinkommen mit Alter 65 in Rente geht.

Bezeichnet die Versorgungsansprüche bzw. -leistungen, die während der Ehezeit erworben wurden.

ElsterLohn bezeichnet die papierlose, elektronische Übermittlung von relevanten Daten für die Rentenbesteuerung von einem Versorgungsträger wie dem BVV an das Finanzamt. Die Rentner der BVV Versorgungskasse (Unterstützungskasse) erhalten über ihre gemeldeten Daten einmal im Jahr eine Übersicht der steuerlich relevanten Einkünfte (Lohnsteuerbescheinigung).

Entgeltumwandlung bedeutet die Umwandlung von Gehaltsbestandteilen zu Gunsten einer betrieblichen Altersversorgung. Die Versicherten verzichten auf einen Teil des Bruttoarbeitslohns und wandeln diesen in eine betriebliche Altersversorgung um. Grundsätzlich haben alle Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, einen Anspruch auf Entgeltumwandlung bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (entspricht 2016 jährlich 2.976 Euro). Dadurch wird sichergestellt, dass jeder Arbeitnehmer die Möglichkeit zum Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung erhält.

Der BVV bietet im Rahmen der Entgeltumwandlung verschiedene - auf die persönliche Situation zugeschnittene - Vorsorgeprodukte an.

Bei Rentenzahlungen, die aus individuell oder pauschal versteuerten Beitragsanteilen beruhen, wird der fiktive Ertragsanteil versteuert.

Der Ertragsanteil ist im § 22 Einkommensteuergesetz geregelt. Dieser beträgt beispielsweise bei einem Rentenbeginn zum 65. Lebensjahr 18 Prozent der Rente. Das bedeutet, dass 18 Prozent der Rente aus individuell bzw. pauschal versteuerten Beiträgen mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern sind.

Eine Tabelle über die Höhe der Ertragsanteile finden Sie hier Besteuerung der Ertragsanteile .

Der BVV zahlt eine Rente wegen Erwerbsminderung in voller Höhe, wenn der Versicherte wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein; dabei ist die jeweilige Arbeitsmarktlage nicht zu berücksichtigen.Eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung erhält der Versicherte, der wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des Arbeitsmarktes mindestens sechs Stunden täglich erwerbstätig zu sein; dabei ist die jeweilige Arbeitsmarktlage nicht zu berücksichtigen. Die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung beträgt 50 Prozent der vollen Erwerbsminderungsrente. BVV Versicherte in der Tarifgemeinschaft N können nach Erfüllung der 60 monatigen Wartezeit die volle beziehungsweise teilweise Erwerbsminderungsrente in Anspruch nehmen.
Fragen zur Erwerbsminderungsrente beantworten Ihnen unsere Spezialisten unter 030 / 896 01-551 gern.

Erfolgt die Teilung nicht beim Versorgungsträger des ausgleichspflichtigen Ehegatten, sondern extern, indem dieser Versorgungsträger den auszugleichenden Kapitalbetrag bei einem anderen Versorgungsträger einzahlt, spricht man von einer externen Teilung.

Die ausgleichsberechtigte Person kann entscheiden, ob durch diese Zahlung eine für sie bereits bestehende Versorgung aufgestockt oder eine neue Versorgung begründet werden soll.

Das Trägerunternehmen einer Direktzusage kann ohne Zustimmung des Ausgleichsberechtigten bis zu einem Ausgleichswert in Höhe der jeweils gültigen Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung (BBG: 72.600 EUR im Jahr 2015 und 74.400 Euro ab dem Jahr 2016) eine externe Teilung der Direktzusage verlangen (vgl. §§ 14 und 17 VersAusglG). Allerdings hat die ausgleichsberechtigte Person den Rechtsanspruch die Zielversorgung wählen zu können. Als Zielversorgung käme die BVV Pensionskasse in Betracht.

Sofern sich das Trägerunternehmen und die ausgleichsberechtigte Personen über die Zielversorgung nicht verständigen können, würde der Ausgleichsbetrag an die Versorgungsausgleichskasse übertragen werden. Bis zur Gründung der Versorgungsausgleichskasse wurden diese Versorgungsanwartschaften auf die gesetzliche Rentenversicherung übertragen.

eTIN steht für electronic Taxpayer Identification Number (elektronische Transfer-Identifikations-Nummer). Es handelt es sich hierbei um einen 14-stelligen Ordnungsbegriff, der aus den persönlichen Daten Name, Vorname und Geburtsdatum gebildet wird.

Die eTIN wurde im Zusammenhang mit der Datenübertragung der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung eingeführt und schließlich durch die Steuer-Identifikationsnummer ersetzt.

Derzeit ist die Verwendung der eTIN für die Datenübermittlung der Lohnsteuerbescheinigung nur noch dann zulässig, wenn die Steuer-Identifikationsnummer durch das Bundeszentralamt noch nicht vergeben wurde.

F

Nach dem Ausscheiden aus einem Mitgliedsunternehmen besteht innerhalb von 6 Monaten die Möglichkeit, die Versorgung im BVV Versicherungsverein (Pensionskasse) mit eigenen Beiträgen weiter aufzubauen.

Freibeträge bewirken, dass Lohnsteuer erst ab einer Mindesthöhe anfällt. Arbeitnehmer bzw. Rentner müssen keine Lohn- oder Einkommensteuer zahlen, wenn deren Gehalt oder Einkommen das Existenzminimum nicht überschreitet. Dieses Minimum wird im Steuertarif in Form des Grundfreibetrages berücksichtigt. Der Grundfreibetrag erhöht sich noch um den Arbeitnehmerpauschalbetrag, die Vorsorgeaufwendungen sowie den Sonderausgabenpauschalbetrag. Erst wenn die Gesamtsumme dieser Freibeträge, die sich in den Steuerklassen unterschiedlich auswirken, überschritten wird, fällt Lohn- oder Einkommensteuer an.

Bei BVV-Renten können darüber hinaus weitere Freibeträge abgesetzt werden:
  • Altersentlastungsbetrag
  • Versorgungsfreibetrag

G

Die garantierte Rente setzt sich zusammen aus der Stammrente sowie der erworbenen Überschussrente. Die Stammrente ergibt sich aus der Summe der Rentenbausteine, welche entsprechend der Beitragszahlungen gutgeschrieben werden. Die Überschussrente setzt sich aus den bereits gut geschriebenen Anpassungszuschlägen zusammen.

Der Garantiezins beziehungsweise Rechnungszins gibt an, welche Verzinsung der Sparanteile des Versicherungsbeitrages dem Versicherten über die gesamte Vertragslaufzeit garantiert wird.

siehe Entgeltumwandlung

Ihre hochgerechnete Gesamtrentenanwartschaft in der Renteninformation setzt sich zusammen aus:
  • Ihrer Rentenanwartschaft (Stamm- und erworbene Überschussrente zum 1. Januar eines Jahres und
  • einer unverbindlichen Hochrechnung der Rentenbausteine aller laufenden Verträge bis zum Alter 65.
Dabei sind wir von einer unveränderten Beitragszahlung ausgegangen. Eine Hochrechnung mit zukünftigen Überschüssen erfolgt nicht.

Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland ist Bestandteil des Sozialversicherungssystems, der vorwiegend der Alterssicherung von abhängig Beschäftigten dient.

Weitere Personengruppen (z. B. Selbstständige) können sich freiwillig versichern.

Eine Gesundheitsprüfung ist im Allgemeinen vor Abschluss bestimmter Versicherungen (z.B. Berufsunfähigkeitsversicherung) notwendig. In der Regel erfolgt die Prüfung durch Ausfüllen eines Fragebogens zu den Themen Gesundheit und Hobbys.
Bei einer Zusatzversicherung nach Tarif N kann der BVV vor Annahme des Antrages eine Risikoprüfung vornehmen. Im Normalfall genügt die Beantwortung einiger Gesundheitsfragen im Antrag. Ergeben sich aus den Antragsfragen Vorerkrankungen, werden gegebenenfalls Anfragen bei behandelnden Ärzten und die Vorlage von Attesten notwendig. Bei höheren Renten und gegebenenfalls bei einem höheren Eintrittsalter sind auch ärztliche Untersuchungen üblich.

Die Grundversorgung bezeichnet den Teil der BVV-Versorgung, der vom Arbeitgeber beziehungsweise mit ergänzenden Beiträgen des Arbeitnehmers gemeinsam finanziert wird.

Zusammen mit der Kinderzulage bildet die Grundzulage die staatliche Zulagenförderung im Rahmen der Riester-Rente. Voraussetzung für den Erhalt der Grundzulage ist, dass der Versicherte zulagenberechtigt ist und einen eigenen individuell versteuerten Sparbeitrag in einen Altersvorsorgevertrag einzahlt. Um die Zulage in voller Höhe zu erhalten, muss mindestens der Mindesteigenbeitrag bzw. der Sockelbetrag eingezahlt werden.

JahrHöhe der Grundzulage pro Jahr
2002/200338,- EUR
2004/200576,- EUR
2006/2007114,- EUR
ab 2008154,- EUR

Im Rahmen der Riester-Rente kann der Förderberechtigte seine Altersvorsorgebeiträge zuzüglich der Zulage jährlich als Sonderausgabe geltend machen. Ist die Steuerersparnis durch den Sonderausgabenabzug für den Steuerpflichtigen günstiger als die gewährte Riester-Zulage, erstattet das Finanzamt die Differenz zwischen der gesondert festgestellten Steuerersparnis und der Zulage.

 

H

Alle in der Ehezeit erworbenen Anrechte werden zwischen den geschiedenen Ehegatten hälftig ausgeglichen.

Eine Halbwaisenrente wird gezahlt, wenn ein Elternteil verstorben ist.

Beim Tod des Versicherten oder Rentners wird an die Hinterbliebenen (Witwe/ Witwer, Lebenspartner im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes sowie die Waisen) eine Hinterbliebenenrente gezahlt. Die Höhe der Hinterbliebenenrente ist abhängig von dem zu Grunde liegenden Tarif.

I

Individuelle Versteuerung meint, dass Ihr Beitrag an den BVV aus Ihrem Nettoeinkommen gezahlt wird.
Eine individuell versteuerte Beitragszahlung ist beispielsweise Voraussetzung für die staatliche Förderung im Rahmen der Riester-Rente.

Träger der gesetzlichen Insolvenzsicherung ist der Pensions-Sicherungs-Verein auf Gegenseitigkeit (PSVaG) mit Sitz in Köln. Die Insolvenzsicherung sichert die Ansprüche und Anwartschaften auf betriebliche Altersversorgungsleistungen für den Fall, dass der Arbeitgeber wegen Insolvenz nicht mehr in der Lage ist, die von ihm zugesagten und geschuldeten Altersversorgungsleistungen zu zahlen.

Der PSVaG übernimmt bei denjenigen Versorgungsempfängern, die bei Eintritt der Insolvenz bereits eine betriebliche Rente erhalten, die weitere Auszahlung. Bei denjenigen, die bei Eintritt der Insolvenz eine unverfallbare Anwartschaft erworben haben, tritt der PSVaG für die späteren Leistungen ein.

Der PSVaG wird durch Beiträge finanziert, die vom Arbeitgeber aufgebracht werden. Beitragspflichtig sind die Durchführungswege:
  • Direktzusage
  • Unterstützungskasse
  • Pensionsfonds
Der Durchführungsweg "Direktversicherung" ist dann von der PSV-Beitragspflicht befreit, wenn das Bezugsrecht des Arbeitnehmers ab Eintritt der Unverfallbarkeit unwiderruflich gestaltet wird und Abtretungen beziehungsweise Beleihungen rückgängig gemacht werden.

Der Durchführungsweg Pensionskasse ist ebenfalls von der PSV-Pflicht befreit, da er unter der strengen staatlichen Versicherungsaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unterliegt.

Jedes Anrecht (Anwartschaften und Ansprüche auf laufende Leistungen) wird innerhalb des Versorgungssystems geteilt, in dem es erworben wurde. Beispielweise erhielte der ausgleichsberechtigte Ehegatte einen selbstständigen Versorgungsanspruch aus einer zu teilenden Direktzusage gegenüber dem Trägerunternehmen.

K

Neben der Grundzulage wird dem Zulageberechtigten im Rahmen der Riester-Rente für jedes Kind, für das ihm Kindergeld ausgezahlt wird, eine Kinderzulage gewährt. Eine Ausnahme gilt für zusammenveranlagte Elternteile. Hier wird die Kinderzulage grundsätzlich der Mutter zugeordnet. Auf Antrag beider Eltern kann die Kinderzulage dem Vater zugeordnet werden. Die Ehefrau kann im Ergänzungsbogen-Kinderzulagen eine Dauerzustimmung erteilen, sofern der Vater eine Vollmacht für die dauerhafte Beantragung der Zulage erteilt hat. Anderenfalls gilt die Zustimmung nur für ein Jahr.

JahrHöhe der Kinderzulage
pro Kind und Jahr
* Für jedes Kind, das nach dem 31. Dezember 2007 geboren wurde, erhalten Sie eine Kinderzulage von 300 Euro.
2002/200346 EUR
2004/200592 EUR
2006/2007138 EUR
ab 2008185 EUR*

Die Tarifgemeinschaft A umfasst die Produkte

- BVV Kompaktvorsorge (Tarif B)
- BVV Kompaktvorsorge (Tarif DA)
- BVV Kompaktvorsorge (Leistungsplan A)

mit den Leistungen:

Altersrente
Der BVV zahlt dem Versicherten entsprechend der Versicherungsbedingungen eine lebenslange monatliche Altersrente ab dem vollendeten 65. Lebensjahr. Ein flexibler Abruf der BVV-Rente ist möglich, wenn der Versicherte die Altersrente vorzeitig beziehungsweise erst nach dem vollendeten 65. Lebensjahr in Anspruch nehmen will.

Der Versicherte erhält vor Vollendung des 65. Lebensjahres eine Altersrente vom BVV, wenn Ihnen die gesetzliche Rentenversicherung eine vorgezogene volle Altersrente zahlt.

Bei einem vorgezogenen Rentenbeginn berücksichtigen wir einen versicherungsmathematischen Abschlag. Bei einem späteren Renteneintritt erhöht sich die Rente durch einen Zuschlag.

Berufsunfähigkeitsrente
Eine Berufsunfähigkeitsrente erhält der Versicherte, wenn im Leistungsfall die fünfjährige Wartezeit erfüllt ist und die Berufsfähigkeit um mehr als 50 Prozent gemindert ist.

Berufsunfähig ist nach den Versicherungsbedingungen, "wer durch körperliche Gebrechen oder wegen Schwäche seiner körperlichen oder geistigen Kräfte unfähig ist, eine seiner Vorbildung und seiner bisherigen Tätigkeit entsprechende Beschäftigung auszuüben.“

Hinterbliebenenrente
Die Witwen-/Witwerrente beträgt 60 Prozent, die Waisenrente 40 Prozent des zum Todeszeitpunkt heranzuziehenden Rentenanspruchs. Die Waisenrente wird für eheliche oder gesetzlich gleichgestellte Kinder unter 18 Jahren gezahlt.

Die Tarifgemeinschaft N umfasst die Produkte

- BVV Kompaktvorsorge (Tarif N)
- BVV Kompaktvorsorge (Tarif DN)
- BVV Kompaktvorsorge (Leistungsplan N)

mit den Leistungen:

Altersrente
Der BVV zahlt entsprechend der Versicherungsbedingungen dem Versicherten eine lebenslange monatliche Altersrente ab dem vollendeten 65. Lebensjahr.

Ein flexibler Abruf der BVV-Rente ist möglich, wenn der Versicherte die Altersrente vorzeitig beziehungsweise erst nach dem vollendeten 65. Lebensjahr in Anspruch nehmen will. Der Versicherte erhält vor Vollendung des 65. Lebensjahres eine Altersrente vom BVV, wenn Ihnen die gesetzliche Rentenversicherung eine vorgezogene volle Altersrente zahlt.

Bei einem vorgezogenen Rentenbeginn berücksichtigen wir versicherungsmathematische Abschläge. Bei einem späteren Renteneintritt erhöht sich die Rente durch Zuschläge.

Erwerbsminderungsrente
Der BVV zahlt eine Rente bei voller und teilweiser Erwerbsminderung, wenn im Leistungsfall die fünfjährige Wartezeit erfüllt ist.

Eine Rente wegen voller Erwerbsminderung erhält der Versicherte, der wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein; dabei ist die jeweilige Arbeitsmarktlage nicht zu berücksichtigen.

Eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung erhält der Versicherte, der wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des Arbeitsmarktes mindestens sechs Stunden täglich erwerbstätig zu sein; dabei ist die jeweilige Arbeitsmarktlage nicht zu berücksichtigen. Die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung beträgt 50 Prozent der vollen Erwerbsminderungsrente.

Hinterbliebenenrente
Die Witwen-/Witwerrente beträgt 60 Prozent, die Halbwaisenrente 30 Prozent und die Vollwaisenrente 45 Prozent des zum Todeszeitpunkt heranzuziehenden Rentenanspruchs. Die Waisenrente wird für eheliche oder gesetzlich gleichgestellte Kinder unter 18 Jahren gezahlt.

L

Der Leistungsplan A bezeichnet die Versorgung im Alttarif in der BVV Versorgungskasse (Unterstützungskasse). Dieser Leistungsplan wird vom BVV Versicherungsverein (Pensionskasse) im Tarif RA rückgedeckt. Versorgungszusagen nach dem Leistungsplan A werden den Angestellten gegeben, die ursprünglich im Alttarif (Tarif A) des BVV Versicherungsvereins versichert waren und deren Arbeitgeber auf den Durchführungsweg der BVV Unterstützungskasse (BVV Versorgungskasse) umgestellt haben.

Dem Leistungsplan N entspricht die Versorgung im Neutarif in der BVV Versorgungskasse (Unterstützungskasse). Hier werden alle neuen Mitarbeiter der Mitgliedsunternehmen des BVV entsprechend ihrer Versorgungszusage angemeldet. Die Leistungszusagen im Leistungsplan N werden vom BVV Versicherungsverein (Pensionskasse) im Tarif RN kongruent rückgedeckt.

Erhalten Sie Rentenleistungen aus der BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V. (Unterstützungskasse), erfolgt der Lohnsteuerabzug durch den BVV.

Die Lohnsteuerkarte aus Papier wurde letztmalig für das Jahr 2010 ausgestellt. Seit dem 1. März 2013 ruft der BVV unter Angabe Ihrer Identifikationsnummer und Ihres Geburtsdatums die für den Lohnsteuerabzug benötigten Daten elektronisch bei der Finanzverwaltung ab. Diese Daten werden in der ELStAM-Datenbank beim Bundeszentralamt für Steuern verwaltet (ELStAM steht für Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale).

Änderungen der Lohnsteuerabzugsmerkmale können grundsätzlich nur durch Ihr zuständiges Finanzamt vorgenommen werden.

Sie erhalten von uns einmal im Jahr eine Übersicht der steuerlich relevanten Einkünfte (Lohnsteuerbescheinigung).

M

Im Rahmen der Riester-Rente erhält ein Versicherter eine Zulage, sofern er individuell versteuerte Beiträge für ein förderfähiges Vorsorgeprodukt leistet. Um die Riester-Zulage in voller Höhe zu erhalten, muss der so genannte Mindesteigenbeitrag aufgewendet werden.

Mindesteigenbeitrag
  • 2002/2003: 1 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen des Vorjahres abzüglich Zulage
  • 2004/2005: 2 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen des Vorjahres abzüglich Zulage
  • 2006/2007: 3 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen des Vorjahres abzüglich Zulage
  • seit 2008: 4 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen des Vorjahres abzüglich Zulage


Beispiel:
Eine alleinstehende Frau mit einem Kind hatte im Vorjahr beitragspflichtige Einnahmen in Höhe von 38.000 Euro
4 % von 38.000 EUR1.520 EUR
abzügl. Grundzulage154 EUR
abzügl. Kinderzulage185 EUR
erforderlicher jährlicher Mindesteigenbeitrag 1.181 EUR
Höchstbeitrag (maximaler Sonderausgabenabzug)
  • 2002/2003: 525 EUR abzüglich Zulage
  • 2004/2005: 1.050 EUR abzüglich Zulage
  • 2006/2007: 1.575 EUR abzüglich Zulage
  • seit 2008: 2.100 EUR abzüglich Zulage
 

Der BVV ist vereinsrechtlich organisiert. Wesentliche Unternehmensentscheidungen (z. B. Satzungs- und Bedingungsänderungen) werden durch die Mitgliederversammlungen des BVV Versicherungsvereins und der BVV Versorgungskasse getroffen.

Die Mitgliederversammlungen sind das oberste Organ des BVV Versicherungsvereins und der BVV Versorgungskasse.

Die Mitgliederversammlungen finden in den ersten sieben Monaten eines Jahres statt. Jedes Trägerunternehmen der BVV Versorgungskasse und jedes Mitgliedsunternehmen des BVV Versicherungsvereins ist zur Teilnahme berechtigt, ebenso wie jedes Mitglied.

Unternehmen, die Mitglieder des BVV Versicherungsvereins sind und zur Durchführung ihrer betrieblichen Altersversorgung Beiträge in diese Pensionskasse leisten, werden Mitgliedsunternehmen genannt.

Unternehmen, die Mitglieder der BVV Versorgungskasse sind und zur Durchführung ihrer betrieblichen Altersversorgung Zuwendungen in diese Unterstützungskasse leisten, werden Trägerunternehmen genannt.

Mittelbar zulageberechtigt sind Ehepartner, die zwar nicht selbst, aber deren Ehegatte zum Personenkreis gehört. Voraussetzung: Sie haben einen auf ihren Namen lautenden Altersvorsorgevertrag abgeschlossen, beide Ehepartner waren im Beitragsjahr – zumindest zeitweise – unbeschränkt einkommensteuerpflichtig und haben während des gesamten Beitragsjahres dauernd zusammen gelebt.

Wichtiger Hinweis zur mittelbaren Zulageberechtigung:
Für den mittelbar Zulageberechtigten besteht lediglich die Möglichkeit einer privaten Altersvorsorge. Das heißt, in diesem Fall kann keine Zulage über eine betriebliche Altersversorgung (z. B. BVV Pensionskasse) beantragt werden.

N

Es liegt eine Neuzusage vor, wenn die Versorgungszusage erstmalig nach dem 31. Dezember 2004 erteilt wurde oder die bereits erteilte Versorgungszusage um zusätzliche (bisher nicht versicherte) biometrische Risiken erweitert wird und dies mit einer Beitragserhöhung verbunden ist.

O

Die Entgeltumwandlung bietet dem Arbeitnehmer die Möglichkeit, die staatlichen Fördermöglichkeiten zu nutzen und mit geringem finanziellen Aufwand eine zusätzliche Absicherung aufzubauen. Bei der Entgeltumwandlung hat der Arbeitgeber verschiedene Möglichkeiten, seine Arbeitnehmer zu unterstützen:

Beim Opting-In erfolgt keine separate Initiierung durch den Arbeitgeber.

Das Mitgliedsunternehmen bietet dem Arbeitnehmer die Möglichkeit, eine Entgeltumwandlung über den BVV durchzuführen. Bei Bedarf informieren sich diese individuell über ihre Möglichkeiten.

Die Entgeltumwandlung bietet dem Arbeitnehmer die Möglichkeit, die staatlichen Fördermöglichkeiten zu nutzen und mit geringem finanziellen Aufwand eine zusätzliche Absicherung aufzubauen. Bei der Entgeltumwandlung hat der Arbeitgeber verschiedene Möglichkeiten, seine Arbeitnehmer zu unterstützen:

Beim Opting-Out erfolgt eine automatische Anmeldung zur Entgeltumwandlung durch den Arbeitgeber mit Ausstiegsoption.

Das Mitgliedsunternehmen meldet den Arbeitnehmer bei der Einstellung zu einer zusätzlichen Entgeltumwandlung an. Das kann einzelvertraglich oder per Betriebsvereinbarung erfolgen. Möchte der Arbeitnehmer darauf verzichten, kann er der Versorgung widersprechen oder sie zu einem späteren Zeitpunkt abwählen.

P

Der PSVaG ist ein gesetzliches Absicherungsinstrument und dient der Absicherung unverfallbarer Anwartschaften und laufender Betriebsrenten für den Fall der Insolvenz des Arbeitgebers.

Weitere allgemeine Informationen finden Sie unter Insolvenzsicherung sowie näheres zum PSVaG unter http://www.psvag.de

Seit dem 1. Januar 2002 steht der Pensionsfonds als fünfter Durchführungsweg für die betriebliche Altersversorgung zur Verfügung. Er unterscheidet sich von der Pensionskasse grundsätzlich durch größere Anlagefreiheit sowie die Möglichkeit bestehende Anwartschaften aus Direktzusagen oder Unterstützungskassen steuerfrei zu übernehmen.

Seit dem 1. Januar 2008 bietet der BVV diesen Durchführungsweg zur Auslagerung von Pensionszusagen an. In Kombination mit der BVV Unterstützungskasse können Pensionszusagen vollständig abgelöst werden.

Die Kapitalanlage des BVV Pensionsfonds erfolgt (analog zur BVV Pensionskasse) in erster Linie sicherheitsorientiert. Die Pensionspläne werden über die BVV Pensionskasse kongruent rückgedeckt und sind somit sicher und ausfinanziert.

Die Pensionskasse ist einer der fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung. Sie versichert in der Regel nur eine bestimmte Gruppe von Arbeitnehmern, und zwar die Mitarbeiter eines oder mehrerer Mitgliedsunternehmen (Arbeitgeber). Die Pensionskasse ist eine rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung, die den Versicherten einen Rechtsanspruch einräumt. Die Rechtsform ist in der Regel der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG).

Der BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. ist eine überbetriebliche Pensionskasse für die Finanzwirtschaft, die zusätzlich die Leistungen der BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V. (Unterstützungskasse) sowie des BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG in Rückdeckung nimmt.

R

Bedeutet die Teilung von Versorgungsansprüchen bzw. –leistungen im Versorgungssystem, wo diese erworben wurden.

siehe Garantiezins

Für jeden geleisteten Beitrag erhalten die Versicherten einen garantierten Rentenbaustein. Die Summe der Rentenbausteine ergibt zusammen mit den gewährten Überschussbeteiligungen (Anpassungszuschlag) die BVV-Rente.

  • Die Besteuerung der Rentenleistungen richtet sich nach der Besteuerung der eingezahlten Beiträge.
  • Renten aus steuerfreien Beiträgen an die BVV Pensionskasse unterliegen der nachgelagerten Besteuerung, d. h. Renten aus diesen Beiträgen sind vom Arbeitnehmer als "Sonstige Einkünfte" zu versteuern.
  • Renten aus geförderten Beiträgen (Riester-Rente) sind als "Sonstige Einkünfte" ebenso steuerpflichtig.
  • Renten aus Beiträgen an die BVV Unterstützungskasse unterliegen ebenfalls der nachgelagerten Besteuerung als „Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit“ und sind zu versteuern. Erhalten Sie Rentenleistungen aus der BVV Unterstützungskasse (BVV Versorgungskasse), übernimmt der BVV die Steuerabrechnung.
  • Renten aus pauschal sowie individuell versteuerten Beiträgen sind mit dem Ertragsanteil steuerpflichtig.
  • Rentenzahlungen des BVV Pensionsfonds unterliegen der nachgelagerten Besteuerung und werden als „Sonstige Einkünfte“ versteuert.

Künftig müssen alle Rentenzahlstellen, also auch der BVV, sämtliche Rentenzahlungen der "zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen" (ZfA) bei der deutschen Rentenversicherung Bund melden. Die Meldung erfolgt auf elektronischem Wege bis zum 31. Mai des Folgejahres. Die Rentenbezugsmitteilung wird gesondert für jede Rente erstellt.

Die BVV Altersvorsorge mit Hinterbliebenenleistung versichert neben einer lebenslangen Altersrente auch eine Rentengarantiezeit. Hierbei zahlt der BVV bei Ableben des Versicherten nach Rentenbeginn, aber innerhalb der ersten fünfzehn Jahre des Rentenbezugs, die Altersrente in voller Höhe bis zum Ende der ersten fünf Rentenjahre an einen bezugsberechtigten Hinterbliebenen aus.

Alle Versicherten erhalten jährlich eine Renteninformation vom BVV, die über den Stand der BVV-Versorgung zum 1. Januar des jeweiligen Jahres und die mögliche Weiterentwicklung der Versorgung bei Fortführung der aktuellen Beitragszahlung unterrichtet.

Das Rentenniveau errechnet sich aus dem Verhältnis der Eck- oder Standardrente zum aktuellen (Brutto-) Durchschnittseinkommen.

Die Rentenreform 2000/2001 umfasst das Altersvermögensgesetz sowie das Altersvermögensergänzungsgesetz. Das Reformpaket soll die langfristige Finanzierbarkeit der gesetzlichen Renten sicherstellen und die ergänzende Vorsorge, z. B. im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung, fördern.

Es wird von den Bürgern ein hohes Maß an Eigenverantwortung für die Absicherung im Alter und bei der Minderung bzw. Verlust der Arbeitskraft verlangt. Folgende Punkte kennzeichnen die Rentenreform:

Senkung des Versorgungsniveaus in der gesetzlichen Rentenversicherung
  • Abschaffung der Berufsunfähigkeitsrente
  • Kürzung der Hinterbliebenenrente
  • Kürzung der Altersrente

Stärkung der betrieblichen Altersversorgung
  • Anspruch auf Entgeltumwandlung
  • Nachgelagerte Besteuerung (siehe Rentenbesteuerung)
  • Kürzere Unverfallbarkeitsfristen (siehe Unverfallbarkeit)

Staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge
  • Staatliche Zulagen
  • Steuerliche Förderung

Der Begriff Riester-Rente bezeichnet eine vom Staat durch Zulagen und Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten geförderten, privat finanzierten Rente.

Die Förderung ist im Altersvermögensgesetz (AVmG) geregelt.

Siehe auch Zulage (Riester-Rente).

Die von der BVV Versorgungskasse (Unterstützungskasse) zugesagten Leistungen werden beim BVV Versicherungsverein (Pensionskasse) kongruent (vollständig) rückgedeckt.

S

Im Rahmen des schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs werden Ausgleichansprüche der geschiedenen Ehegatten nach der Scheidung geregelt.

Dies betrifft Versorgungsansprüche, die noch nicht ausgeglichen wurden bzw. konnten. So kann beispielsweise die tatsächliche Rentenleistung einer endgehaltsabhängigen Direktzusage, erst bei Renteneintritt festgestellt werden.

Der schuldrechtliche Versorgungsausgleich wird - wenn ein entsprechender Antrag beim Familiengericht gestellt wurde - bei Eintritt der ehemaligen Ehepartner in den Ruhestand durchgeführt. Der Ausgleichsverpflichtete wird dann gegebenenfalls zur Zahlung einer monatlichen Ausgleichsrente verurteilt. Es handelt sich bei dieser Ausgleichsrente faktisch um eine Unterhaltszahlung, die erst nach Eintritt in den Ruhestand zu zahlen ist.

Der Sockelbetrag bezeichnet die Mindestsparleistung, um im Rahmen der Riester-Rente eine staatliche Zulage zu erhalten.

Sockelbetrag
  • bis 2004
    • 45 EUR ohne Kind
    • 38 EUR mit einem Kind
    • 30 EUR mit zwei oder mehr Kindern
  • ab 2005
    • generell 60 EUR

Sonderausgaben sind private Ausgaben, die nicht in wirtschaftlichem Zusammenhang mit einer der sieben Einkunftsarten stehen. Sie dürfen daher weder Betriebsausgaben noch Werbungskosten darstellen. Solche Privatausgaben sind nur dann von der einkommenssteuerlichen Bemessungsgrundlage abziehbar, wenn das Gesetz dies wegen der unvermeidbaren beziehungsweise förderungswürdigen Minderung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen ausdrücklich vorsieht. In anderen Fällen scheidet ein Abzug in der Regel aus.

Sonderausgaben können grundsätzlich nur solche Aufwendungen sein, die auf einer eigenen Verpflichtung des Steuerpflichtigen beruhen und von ihm selbst entrichtet worden sind. Der Sonderausgabenabzug erfolgt für das Kalenderjahr, in welchem die Aufwendungen geleistet worden sind.

Der Sonderausgabenabzug im steuerlichen Förderkonzept der Riester-Rente der privaten kapitalgedeckten Altersvorsorge ist unabhängig vom individuellen Einkommen des Berechtigten und wird zusätzlich gewährt. Er beträgt maximal 2.100 EUR ab dem Jahr 2008.

Die Stammrente ist die in den Versicherungsbedingungen versprochene garantierte Leistung. Sie setzt sich zusammen aus der Summe der Rentenbausteine, die mit jeder Beitragszahlung erworben wurden.

In der Tarifgemeinschaft A erhöht sich die Stammrente zusätzlich noch um
  • einen Grundbetrag sowie
  • einen Kinderzuschuss (wenn der Versicherte in der Tarifgemeinschaft A vor dem 1. Januar 2002 versichert war).

Siehe Rentenbaustein.

Die aus 11 Ziffern bestehende Steuer-Identifikationsnummer wurde jedem in Deutschland gemeldeten Bürger schriftlich vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) mitgeteilt.

Sie gilt lebenslang und ersetzt für natürliche Personen die bisherige Steuernummer und eTIN.

Der Arbeitgeber steht für die Erfüllung der von ihm zugesagten Leistungen auf betriebliche Altersversorgung ein. Dies gilt auch dann, wenn die Durchführung nicht unmittelbar über ihn erfolgt. Wird der Versorgungsträger z. B. insolvent und kann die übernommenen Leistungen nicht mehr erbringen, haftet der Arbeitgeber für den Fehlbetrag.

T

Die Tarifgemeinschaft A umfasst den Durchschnittsbeitragstarif (Alttarif) mit den Tarifen B und DA des BVV Versicherungsvereins (Pensionskasse) und den Leistungsplan A der BVV Versorgungskasse (Unterstützungskasse) mit dem Rückdeckungstarif RA des BVV Versicherungsvereins (Pensionskasse).

Versicherte Mitarbeiter der BVV-Mitglieds- oder Trägerunternehmen finden auf ihrem aktuellen Versicherungsschein bzw. der Versorgungsbestätigung die Zuordnung zur jeweiligen Tarifgemeinschaft. Der Begriff "Alttarif" ist gleichbedeutend mit der Tarifgemeinschaft A.

Die Tarifgemeinschaft N umfasst den Individualtarif mit den Tarifen N und DN des BVV Versicherungsvereins (Pensionskasse) und den Leistungsplan N der BVV Versorgungskasse (Unterstützungskasse) mit dem Rückdeckungstarif RN des BVV Versicherungsvereins (Pensionskasse).

Versicherte Mitarbeiter der BVV-Mitglieds- oder Trägerunternehmen finden auf ihrem aktuellen Versicherungsschein beziehungsweise der Versorgungsbestätigung die Zuordnung zur jeweiligen BVV-Tarifgemeinschaft. "Neutarif" bedeutet Zugehörigkeit zur Tarifgemeinschaft N.

In den letztjährigen Renteninformationen wurde Ihre hochgerechnete Rentenanwartschaft ohne zukünftige Überschüsse unter dem Begriff „Tarifleistung“ aufgeführt.

Ihre hochgerechnete Gesamtrentenanwartschaft zum Alter 65 setzt sich zusammen aus:

  • Ihrer Rentenanwartschaft (Stammrente und erworbene Überschussrente) zum 1. Januar eines Jahres und
  • einer unverbindlichen Hochrechnung der Rentenbausteine aller laufenden Verträge bis zum Alter 65

Dabei sind wir von einer unveränderten Beitragszahlung ausgegangen. Eine Hochrechnung mit zukünftigen Überschüssen erfolgt nicht.

Die Teilmitgliedschaft erwerben Unternehmen, die nicht dem BVV angeschlossen sind, aber für Ihre Mitarbeiter eine bereits bestehende BVV-Versorgung weiterführen möchten. Neuanmeldungen von Angestellten des Unternehmens, die bisher keine BVV-Versorgung hatten, können nicht vorgenommen werden. Die Teilmitgliedschaft beim BVV ist kostenlos.

Unternehmen, die Mitglieder der BVV Versorgungskasse sind und zur Durchführung ihrer betrieblichen Altersversorgung Zuwendungen in diese Unterstützungskasse leisten, werden Trägerunternehmen genannt.

Unternehmen, die Mitglieder des BVV Versicherungsvereins sind und zur Durchführung ihrer betrieblichen Altersversorgung Beiträge in diese Pensionskasse leisten, werden Mitgliedsunternehmen genannt.

U

Unmittelbar zulagenberechtigt und damit berechtigt, die staatliche Förderung im Rahmen der Riester-Rente zu erhalten, sind in der Regel alle in der gesetzlichen Rentenversicherung Pflichtversicherten.

Die Unterstützungskasse ist eine rechtsfähige Versorgungseinrichtung (§ 1b Abs. 4 BetrAVG). Sie ist einer der fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung.

Die Unterstützungskasse wird durch Zuwendungen des Arbeitgebers (Trägerunternehmen) in die Lage versetzt, bei Eintritt eines Versorgungsfalles Leistungen an die Begünstigten zu erbringen. Die BVV Versorgungskasse ist eine rückgedeckte Unterstützungskasse, deren Leistungen durch den BVV Versicherungsverein (einem Versicherungsunternehmen) vollständig rückgedeckt werden. Sie sind somit sicher und ausfinanziert.

Die Unterstützungskasse zeichnet sich durch einen besonders attraktiven Dotierungsrahmen aus. Denn Beitragszahlungen an die Unterstützungskasse sind in voller Höhe lohnsteuerfrei.

Unverfallbarkeit in der betrieblichen Altersversorgung bedeutet, dass ein einmal erworbener Anspruch auf eine Betriebsrente nicht mehr erlöschen kann. Auch dann nicht, wenn das Beschäftigungsverhältnis wegen Wechsels zu einem anderen Arbeitgeber vor dem Beginn der Zahlung der Betriebsrente endet.

Das Unverfallbarkeitsdatum wird nach folgenden Regelungen ermittelt:

Zusagen, die ab dem 1. Januar 2001 erteilt wurden und
  • arbeitgeberfinanziert sind: Der Mitarbeiter muss das 30. Lebensjahr vollendet haben und die Versorgungszusage muss fünf Jahre bestanden haben.
  • arbeitnehmerfinanziert sind: Die Versorgungszusage ist ab Beginn sofort gesetzlich unverfallbar.

Zusagen, die ab dem 1. Januar 2009 erteilt wurden und
  • arbeitgeberfinanziert sind: Der Mitarbeiter muss das 25. Lebensjahr vollendet haben und die Versorgungszusage muss fünf Jahre bestanden haben.
  • arbeitnehmerfinanziert sind: Die Versorgungszusage ist ab Beginn sofort gesetzlich unverfallbar.

Für Zusagen, die vor dem 1. Januar 2001 gegeben wurden (Übergangsregelung für Altzusagen) gilt die Altregelung: Vollendung des 35. Lebensjahres und mindestens zehn Jahre oder bei zwölfjähriger Betriebszugehörigkeit mindestens 3 Jahre Zusagedauer sind hier die Voraussetzung für die gesetzliche Unverfallbarkeit. In diesen Fällen bleibt die Anwartschaft auch erhalten, wenn die Zusage ab dem 1. Januar 2001 fünf Jahre bestanden hat und bei Beendigung das 30. Lebensjahr vollendet ist.

Die BVV-Beiträge sind mit vorsichtigen Annahmen über die künftige Entwicklung von Kapitalerträgen, die Häufigkeit von Leistungsfällen und die Höhe der Verwaltungskosten kalkuliert, damit die vertraglich zugesagten Leistungen jederzeit finanziert sind. Ist die tatsächliche Entwicklung der Kapitalerträge, der Leistungsfälle und der Kosten günstiger als angenommen, entstehen Überschüsse, die der BVV nach Dotierung der Verlustrücklage ausschließlich für die Überschussbeteiligung der Mitglieder verwendet. Die laufende Überschussbeteiligung erfolgt durch die jährliche Zuteilung von Anpassungszuschlägen.

Entsprechend den jeweiligen Versicherungsbedingungen nimmt jeder Vertrag an der Überschussbeteiligung teil.

In Abhängigkeit von dem Tarif können Überschussanteile in der Beitragsphase, im Versicherungsfall und in der Rentenphase Ihrem Vertrag gutgeschrieben werden. Die Überschussbeteiligung erhöht Ihre Versorgungsleistung.

Die Überschussrente ist die Summe der in den vergangenen Jahren erworbenen Anpassungszuschläge.

Zusätzlich zu den garantierten Rentenbausteinen kann in Abhängigkeit von der Ertragssituation (insbesondere der Kapitalmarktentwicklung) eine Überschussbeteiligung gezahlt werden. Sie wird jährlich neu festgesetzt; ihre künftige Höhe ist nicht garantiert.

Die erwirtschafteten Überschüsse werden, abhängig vom gewählten Tarif, als Anpassungszuschlag an die Mitglieder weitergegeben.

V

Bis zur Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung (BBG: 72.600 Euro im Jahr 2015; 74.400 im Jahr 2016) kann der Arbeitgeber einseitig die externe Teilung verlangen.

Ihre BVV-Rente wird im Steuer- und Sozialversicherungsrecht als Versorgungsbezug bezeichnet.

Renten, die aufgrund des Erreichens der Altersgrenze gewährt werden, gelten erst dann als Versorgungsbezüge, wenn Sie das 63. Lebensjahr vollendet haben (§19 Abs. 2 Nr. 2 EStG). Ausnahme: Bei Vorliegen einer Schwerbehinderung (Grad der Behinderung mindestens 50 Prozent) gilt Ihre BVV-Rente schon dann als Versorgungsbezug, wenn Sie das 60. Lebensjahr vollendet haben.

Dies ist ein steuerlicher Freibetrag, der bei dem Bezug von Versorgungsleistungen z. B. aus einer Direktzusage oder Unterstützungskasse (BVV Versorgungskasse) genutzt werden kann.

Wird die Rente wegen Erreichens der Altersgrenze gezahlt, erfolgt eine Berücksichtigung des Versorgungsfreibetrages erst, wenn der Steuerpflichtige das 63. Lebensjahr oder bei Schwerbehinderung (mindestens 50 Prozent) das 60. Lebensjahr vollendet hat. Bei Renten wegen Berufsunfähigkeit, Erwerbsminderung oder bei Hinterbliebenenbezügen wird die Altersgrenze nicht beachtet.

Mit der Versorgungslücke wird im Allgemeinen der Teil des letzten Nettoeinkommens bezeichnet, der die Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung übersteigt.

Die Vollmitgliedschaft können entsprechend der BVV Satzung nur Banken, Finanzdienstleister sowie mit ihnen verbundene Dienstleistungsunternehmen erwerben. Ein Vollmitglied verpflichtet sich, alle aktuellen und zukünftigen Arbeitnehmer, die eine Versorgungszusage erhalten, beim BVV anzumelden.

Eine Vollwaisenrente wird gezahlt, wenn beide Elternteile verstorben sind.

Wir zahlen Ihnen eine lebenslange monatliche Altersrente ab dem vollendeten 65. Lebensjahr. Sie können Ihre BVV-Rente entsprechend den Versicherungsbedingungen auch vorzeitig beantragen, sofern Sie auch Ihre gesetzliche Rente vorzeitig beziehen. Bei einem vorgezogenen Rentenbeginn berücksichtigen wir versicherungsmathematische Abschläge.

W

Stirbt ein Elternteil und die Wartezeit von 5 Jahren ist erfüllt, erhalten die Kinder des Verstorbenen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres eine Waisenrente. Diese wird maximal bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt, wenn die Schul- oder Berufsausbildung andauert oder das Kind aufgrund körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung nicht in der Lage ist, sich selbst zu versorgen.

Bestimmte Tarife des BVV (Tarifgemeinschaft A sowieTarifgemeinschaft N) sehen eine Wartezeit vor. Diese beträgt 60 Monate.

Eine Hinterbliebenenrente sowie Leistungen wegen Berufsunfähigkeit bzw. Erwerbsminderung können nur gezahlt werden, sofern der Versorgungsfall nach Ablauf der Wartezeit eintritt. Die Altersrente wird unabhängig von der Wartezeit gewährt.

Nach dem Ausscheiden aus einem Mitgliedsunternehmen besteht die Möglichkeit, die Versorgung im BVV Versicherungsverein (Pensionskasse) innerhalb von 6 Monaten mit eigenen Beiträgen oder über den neuen Arbeitgeber fortzuführen.

Z

Die Altersvorsorgezulage setzt sich zusammen aus Grundzulage und Kinderzulage. Sie wird in voller Höhe gezahlt, wenn der Begünstigte den gesetzlich vorgesehenen Mindesteigenbeitrag geleistet hat. Jeder, der zum begünstigten Personenkreis gehört, ist zulageberechtigt.

Im Rahmen der BVV Kompaktvorsorge werden bei Invalidität (Berufsunfähigkeit/Erwerbsminderung) vor dem vollendeten 55. Lebensjahr, leistungssteigernde zusätzliche Rentenbausteine gewährt, die bei weiterer Beitragszahlung bis zum 55. Lebensjahr entstanden wären.

Allen Mitgliedern des BVV Versicherungsvereins (Pensionskasse) und der BVV Versorgungskasse (Unterstützungskasse) einschließlich der beitragsfrei Versicherten stehen folgende Produkte für die zusätliche Vorsorge zur Verfügung:
  • BVV Altersvorsorge mit und ohne Hinterbliebenenleistung (Tarif ARLEP/mGH und Tarif ARLEP/oG)
  • BVV Kompaktvorsorge (Tarif DN/Tarif N)
Nutzen Sie diese zusätzlichen Möglichkeiten, um die Leistungen aus Ihrer Grundversorgung zu ergänzen und Ihr Einkommen im Alter zu erhöhen.

Die Höhe des BVV-Beitrages ist grundsätzlich abhängig vom Mitarbeitergehalt.

Die Zuwendungsbemessungsgrenze ist die Obergrenze des Mitarbeitereinkommens, das bei der Beitragsbemessung berücksichtigt wird (vergleichbar mit der BBG der gesetzlichen Rentenversicherung). Die Zuwendungsbemessungsgrenze beträgt seit dem 1. Januar 2013 5.001 Euro. Die Mitglieds- bzw.Trägerunternehmen des BVV können jedoch eine höhere individuelle Bemessungsgrenze vereinbaren.