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Entstehungsgeschichte

Die Historie des BVV

Gründung und Geschichte des BVV

Die Epoche von 1909 bis 1930

Großansicht Gründungsurkunde des BVV

11. Juli 1909

Der Beamtenversicherungsverein des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes auf Gegenseitigkeit (BVV) wird gegründet.

29. Mai 1913

Durch Beschluss des Bundesrates – schon damals die Vertretung der Länder – wird der BVV als Ersatzkasse der gesetzlichen Angestelltenversicherung zugelassen.

1923

Im November erreicht die Hyperinflation ihre Spitze. Gegen Ende des Jahres bilanziert der BVV gigantische 1,5 Trillionen Mark bei fast 160.000 versicherten Mitgliedern.

15. November 1923

Die Rentenmark wird eingeführt und im August 1924 bereits durch die Reichsmark abgelöst.

1. Januar 1924

Die Eröffnungsbilanz des BVV schließt mit 4,5 Millionen Goldmark. Die Zahl seiner Mitglieder sinkt im Laufe des Jahres durch Kriegsfolgen und Arbeitslosigkeit zunächst auf 75.000, im folgenden Jahr auf 57.000.

1. August 1925

Durch eine Verordnung des Arbeitsministeriums darf vom BVV und den anderen Ersatzkassen nur noch der freiwillige übergesetzliche Teil der Rente festgesetzt und gezahlt werden.

1930

Der BVV übernimmt den Beamtenfürsorge-Verein der Deutschen Bank mit 13.600 Mitgliedern. Damit sind 75 Prozent aller deutschen Bankangestellten im BVV versichert.

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Die Epoche von 1931 bis 1947

13. Juli 1931

Die Darmstädter und Nationalbank, kurz Danat Bank, ist zahlungsunfähig und schließt am selben Tag ihre Schalter. Das deutsche Banken- und Finanzsystem gerät in eine schwere Krise.

1932

Nachdem die Zahl der Mitglieder infolge der Bankenkrise stark gesunken war und der BVV auch von der Wirtschaftskrise nicht verschont blieb, musste der Verein seine Leistungen kürzen.

1. Januar 1936

Das Gesetz über den Aufbau der Sozialversicherung verfügt die Auflösung aller Ersatzkassen und damit auch des BVV, der Vermögenswerte in Höhe von 92 Millionen Reichsmark an die Reichsversicherungsanstalt abführen muss. Der BVV wird, nach Beschluss der außerordentlichen Generalversammlung vom 21. Dezember 1935, künftig als privates Versicherungsunternehmen weitergeführt.

1. Oktober 1937

Die neuen Versicherungsbedingungen des BVV treten in Kraft. Der Verein ist jetzt offen für die Aufnahme neuer Banken, die Zahl der Mitglieder klettert 1938 erstmals wieder auf 60.000.

1944

Betriebsteile des BVV werden aus Berlin ausgelagert, die Beitragsabrechnung nach Gera, die Rentenabteilung nach Teplitz-Schönau im Sudetenland (heutiges Tschechien).

April 1945

Der BVV muss die Rentenzahlungen und die Beitragsannahme einstellen.

1. Juli 1947

Das englische und amerikanische Besatzungsgebiet werden zum Vereinigten Wirtschaftsgebiet der Bi-Zone zusammengefasst. Am 1. Oktober darf der BVV in der Bi-Zone seine Geschäftstätigkeit wieder aufnehmen.

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Die Epoche von 1948 bis 1957

18. Juni 1948

Die Währungsreform. Mit einem Kopfgeld von 40 D-Mark für jeden Deutschen beginnt der Mythos der Deutschen Mark. Der BVV verliert durch die Währungsumstellung nahezu sein gesamtes vorwiegend in Staatsanleihen investiertes Vermögen, da sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten des Deutschen Reiches erlöschen.

Herbst 1948

Mitarbeiter des Vereins machen sich daran, in Rucksäcken heimlich Akten und Material vom Geschäftssitz des BVV im Ostsektor Berlins in den Westteil zu schaffen.

5. März 1949

Der BVV bezieht neue Geschäftsräume im britischen Sektor Berlins am Hohenzollerndamm.

28. Juni 1949

In Düsseldorf findet die erste Mitgliederversammlung des BVV nach dem Krieg statt. Es wird entschieden, den Verein fortzuführen sowie in Wuppertal einen zweiten Firmensitz zu gründen.

April 1951

Der BVV zahlt wieder die vollen satzungsgemäßen Renten. Bis zum Ende des Jahres steigt die Zahl der Mitglieder auf rund 35.800.

1. Juli 1953

Erstmals nach 1936 zahlt der BVV beim Tod eines Versicherten wieder Sterbegeld.

8. Februar 1957

Der Bundestag beschließt das „Gesetz zur Neuregelung des Rechts der Arbeiter- und Angestelltenversicherung“, die Grundlage für die Dynamisierung der gesetzlichen Rente, das Umlageverfahren und damit den Generationenvertrag.

April 1957

Der BVV bezieht sein eigenes, neu erbautes Geschäftshaus am Kurfürstendamm, bis heute der Geschäftssitz des Vereins.

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Die Epoche von 1958 bis 1977

1. Januar 1958

Aus Rücksicht auf die stark erhöhten Beiträge in der gesetzlichen Rentenversicherung senkt der BVV die Beiträge der versicherten Angestellten um zehn Prozent und beschließt zum 1. Juli die Anhebung der Witwenrente von 50 auf 60 Prozent.

1959

Der BVV feiert das 50. Jahr seit seiner Gründung. Der BVV betreut mit 62 Mitarbeitern 212 Mitgliedsunternehmen, 60.881 Versicherte und 23.180 Rentenempfänger. Zudem führt der BVV für seine männlichen Versicherten eine Risikozusatzversicherung ein, um einen zusätzlichen Anspruch auf Witwenrente ohne Wartezeit zu ermöglichen.

Ende 1961

Der BVV zählt 73.057 versicherte Angestellte. Das Vermögen des BVV beläuft sich – mit einem Anteil an Ausgleichsforderungen von nur noch 46 Prozent – auf 415 Millionen D-Mark.

1. Oktober 1962

Die Überschussbeteiligung wird neu geregelt. Die 24.204 Rentner erhalten eine jährliche Sonderzahlung in Höhe einer Vierteljahresrente.

1969

Die Mitgliederzahl des BVV klettert erstmals nach dem Krieg wieder auf über 100.000.

1. Januar 1970

Anstelle der Sonderzahlungen gewährt der BVV einen jährlichen Sonderzuschlag auf die fällig werdenden Renten.

1971

Das Bilanzvolumen des Vereins beträgt erstmals mehr als eine Milliarde D-Mark.

19. Dezember 1974

Der Bundestag beschließt das Betriebsrentengesetz, mit dem unter anderem die Unverfallbarkeitsfristen und der Insolvenzschutz für die betriebliche Altersversorgung geregelt werden. Der BVV hatte dies bereits vor Jahren in seinen Versicherungsbedingungen festgeschrieben.

1977

Der BVV führt mit dem Anpassungszuschlag eine neue Form der Überschussbeteiligung ein, die jeden Versicherten in dem Maß an den Vermögensüberschüssen teilhaben lässt, wie er zu deren Entstehung beigetragen hat.

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Die Epoche von 1978 bis 1999

1978

Der BVV bleibt von dem konjunkturellen Auf und Ab aufgrund der Ölkrisen 1973 und 1978 unberührt. Die Zahl der Mitglieder steigt auf über 130.000. Die Risikozusatzversicherung wird auch für die weiblichen Versicherten des BVV zugunsten des Ehemannes oder der Kinder möglich.

1983

Das Vermögen des BVV übersteigt erstmals die Fünf-Milliarden-Marke.

1. Januar 1983

Mit dem Rentenanpassungsgesetz wird für alle Empfänger von Versorgungsleistungen, die der gesetzlichen Krankenversicherung angehören, ein Krankenversicherungsbeitrag eingeführt.

1984

Der Regierende Bürgermeister von Berlin gratuliert dem BVV zum 75-jährigen Bestehen. Der BVV hat jetzt 129 Mitarbeiter und 319 Mitgliedsunternehmen, 154.490 Versicherte sowie 40.389 Rentenempfänger.

1986

"Die Rente ist sicher": Im Bundestagswahlkampf wird die Rente zum beherrschenden Thema.

31. Dezember 1989

Im Jahr der Wiedervereinigung zählt der BVV rund 176.000 Mitglieder, seine Bilanzsumme übersteigt erstmals in der Geschichte des Vereins die Zehn-Milliarden-Grenze.

31. Dezember 1990

Der BVV registriert rund 9.000 Mitglieder aus den neuen Bundesländern.

Ende 1994

Der BVV zählt 486 Mitgliedsunternehmen mit mehr als 212.000 versicherten Angestellten, er bringt es auf eine Bilanzsumme von 16,9 Milliarden D-Mark und verbucht 1,14 Milliarden D-Mark an Vermögenserträgen.

23. Juni 1995

Der BVV gibt sich einen neuen Namen: „BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G.“. Damit wird auch im Firmennamen deutlich, dass der BVV keine Beamten sondern Angestellte im Bankgewerbe versichert.

28. April 1999

Die Mitgliederversammlung des BVV beschließt die Gründung einer rückgedeckten Unterstützungskasse mit dem Namen „BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V.“. Damit kann ein flexibles und steueroptimiertes Altersversorgungskonzept angeboten werden.

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Die Epoche von 2000 bis heute

Großansicht BVV-Gebäude

2000/2001

Die Internet-Blase platzt: Maßlos überzeichnete Aktien verlieren erheblich an Wert. Die Terroranschläge in den USA vom 11. September 2001 versetzen die Welt in Angst und Schrecken. An den Aktienmärkten rund um den Globus herrscht Chaos.

21. März und 26. Juni 2001

Der Bundestag beschließt das Altersvermögensänderungsgesetz und das Gesetz zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung und zur Förderung eines kapitalgedeckten Altersvorsorgevermögens (kurz: Altersvermögensgesetz). Beide treten zum 1. Januar 2002 in Kraft.

5. Juli 2004

Der Bundestag beschließt das Alterseinkünftegesetz, das den Wechsel zur nachgelagerten Besteuerung der Renten einleitet. Das Gesetz gilt ab 1. Januar 2005.

Sommer 2007

Die Immobilienkrise in den USA erschüttert die Finanzwelt und mündet in einer globalen Wirtschaftskrise historischen Ausmaßes.

Januar 2008

Der neu gegründete Pensionsfonds des BVV nimmt als „BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG“ seine Geschäftstätigkeit auf.

20. Juni 2008

Die Mitgliederversammlung beschließt die Einführung eines Schlussüberschussanteils.

2009

Der BVV feiert sein 100-jähriges Jubiläum.

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